01.12.2025
Sicherheitsschuhe für den Winter: Schutz und Komfort vereint
01.12.2025
Die kalte Jahreszeit stellt besondere Anforderungen an die Sicherheit am Arbeitsplatz. Besonders bei Tätigkeiten im Freien oder unter rauen Witterungsbedingungen sind Sicherheitsschuhe wichtig, die neben dem erforderlichen mechanischen Schutz auch für Kälte, Nässe und winterliche Untergründe geeignet sind. Der richtige Schuh trägt wesentlich dazu bei, dass Mitarbeitende geschützt und bequem durch den Arbeitstag kommen.
In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, welche Materialien und Technologien bei Winter-Sicherheitsschuhen wichtig sind, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und wie die richtige Pflege dazu beiträgt, ihre Schutzfunktionen zu erhalten.
Schnee, Eis und Nässe können Arbeitsplätze im Winter erheblich verändern. Wege werden rutschig, Untergründe bleiben über Stunden kalt und Feuchtigkeit belastet sowohl die Schuhe als auch die Füsse. Besonders auf Baustellen, im Werkhof und bei anderen Aussenarbeiten sind deshalb Sicherheitsschuhe gefragt, die den jeweiligen Arbeitsbedingungen entsprechen.
Ein wichtiger Aspekt ist der Halt auf winterlichen Untergründen. Profilierte, rutschhemmende Laufsohlen können dazu beitragen, das Risiko von Ausrutschunfällen zu reduzieren. Auf blankem Eis stossen jedoch auch Sicherheitsschuhe an ihre Grenzen. Bei entsprechender Glätte können zusätzliche, für die Tätigkeit geeignete Gleitschutzlösungen erforderlich sein. Ebenso wichtig sind geräumte und gestreute Verkehrswege.
Neben dem Halt spielt der Schutz vor Kälte eine wesentliche Rolle. Bei längeren Einsätzen im Freien oder in ungeheizten Arbeitsbereichen kann der Körper über die Füsse Wärme verlieren. Wintertaugliche Sicherheitsschuhe verfügen deshalb je nach Ausführung über isolierende Materialien, ein wärmendes Innenfutter und einen entsprechend konstruierten Schuhunterbau. Wie gut die Wärme erhalten bleibt, hängt allerdings auch von der Einsatzdauer, der Feuchtigkeit und der körperlichen Aktivität ab.
Hinzu kommt der mechanische Schutz. Sicherheitsschuhe nach EN ISO 20345 verfügen über eine geprüfte Zehenschutzkappe. Je nach Schutzklasse und Ausführung bieten sie weitere Eigenschaften, beispielsweise einen Durchtrittschutz. Welche Ausstattung erforderlich ist, richtet sich nach den Gefährdungen am jeweiligen Arbeitsplatz.
Bei Winter-Sicherheitsschuhen kommt es auf das Zusammenspiel verschiedener Materialien und Eigenschaften an. Die Schuhe sollen vor den relevanten Gefahren schützen, Wärmeverluste begrenzen und auch bei längeren Einsätzen angenehm zu tragen sein.
Eine wichtige Rolle übernimmt die Wärmeisolierung. Materialien wie Thinsulate oder PrimaLoft können dazu beitragen, Wärmeverluste zu reduzieren, ohne das Gewicht des Schuhs stark zu erhöhen. Solche synthetischen Isolationsmaterialien werden je nach Schuhmodell in unterschiedlichen Konstruktionen eingesetzt. Wie warm der Sicherheitsschuh tatsächlich hält, hängt jedoch nicht nur vom Futter, sondern von der gesamten Schuhkonstruktion und den Einsatzbedingungen ab.
Ein warmes Innenfutter ist angenehm, sagt aber noch nicht alles über die Kälteisolierung eines Sicherheitsschuhs aus. Gerade bei längeren Arbeiten auf kaltem Beton, Asphalt oder anderen kalten Untergründen spielt auch die Isolierung des Schuhunterbaus eine wichtige Rolle.
Die Zusatzkennzeichnung CI nach EN ISO 20345 steht für einen geprüften kälteisolierenden Schuhunterbau. Bei der Normprüfung wird kontrolliert, wie stark die Temperatur im Schuh unter festgelegten Kältebedingungen abnimmt.
Wichtig: Die CI-Kennzeichnung ist ein hilfreiches Auswahlkriterium. Sie garantiert aber nicht, dass die Füsse bei jeder Aussentemperatur und während beliebig langer Einsätze warm bleiben.
Was die verschiedenen Kennzeichnungen bei Sicherheitsschuhen bedeuten, erfahren Sie in unserem Ratgeber S3L, S3S, S7, WPA, WR, CI, SR oder FO – die Kennzeichnungen erklärt.
Auch die Atmungsaktivität beeinflusst den Tragekomfort. Wird überschüssige Wärme und Feuchtigkeit im Schuh eingeschlossen, kann ein unangenehm feuchtes Fussklima entstehen. Wasserdichte und atmungsaktive Membranen, beispielsweise Gore-Tex, können das Eindringen von Wasser verhindern und gleichzeitig den Transport von Wasserdampf nach aussen unterstützen. Bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten oder ungünstigen Umgebungsbedingungen kann sich dennoch Feuchtigkeit im Schuh ansammeln.
Ebenso wichtig ist die Aussensohle. Je nach Material und Gummimischung unterscheiden sich Flexibilität, Abriebverhalten und Halt auf verschiedenen Untergründen. Ein geeignetes Profil kann auf Schnee, Matsch und unebenen Flächen hilfreich sein. Auf vereisten Oberflächen bietet jedoch nicht jede profilierte Sohle ausreichend Rutschhemmung.
Die Unterschiede zwischen den Sohlenmaterialien erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag PU, TPU oder Gummi: Welche Sohle ist wann die richtige?
Für zusätzlichen Komfort sorgen geeignete Innensohlen. Sie können den Fuss unterstützen, den Druck verteilen und die Dämpfung verbessern. Entscheidend ist, dass sie zur Schuhkonstruktion passen und die geprüften Schutzeigenschaften nicht beeinträchtigen.
Im Winter greifen viele Mitarbeitende zu besonders dicken Socken. Das ist jedoch nicht immer die beste Lösung. Wenn der Sicherheitsschuh dadurch zu eng wird, kann der Druck auf den Fuss zunehmen und die Durchblutung beeinträchtigt werden.
Achten Sie deshalb darauf, dass die Zehen ausreichend Bewegungsfreiheit haben und der Schuh auch mit Wintersocken bequem sitzt. Gleichzeitig sollte der Fuss guten Halt finden und beim Gehen nicht im Schuh rutschen.
Für kalte Arbeitstage können Wollmischungen oder geeignete Funktionssocken sinnvoll sein. Sie sollen nicht nur wärmen, sondern auch Feuchtigkeit möglichst gut regulieren.
Praxistipp: Probieren Sie Winter-Sicherheitsschuhe mit den Socken an, die Sie später tatsächlich bei der Arbeit tragen. Zusätzliche oder ausgetauschte Einlegesohlen sollten nur verwendet werden, wenn sie für das jeweilige Schuhmodell vom Hersteller zugelassen sind.
Nicht jeder Winterarbeitstag stellt dieselben Anforderungen an Sicherheitsschuhe. Wer sich den ganzen Tag bewegt, benötigt unter Umständen eine andere Wärmeisolierung als jemand, der über längere Zeit auf kaltem Untergrund steht.
Bei der Auswahl helfen folgende Fragen:
Die erforderlichen mechanischen Schutzeigenschaften müssen ebenfalls zur jeweiligen Tätigkeit passen. Ausgangspunkt für die Auswahl sind immer die Gefährdungen am Arbeitsplatz.
Geeignete Modelle finden Sie im Safety-Pro-Sortiment für Sicherheitsschuhe.
Winterliche Arbeitsbedingungen beanspruchen Sicherheitsschuhe besonders stark. Schnee, Streusalz, Schlamm und Feuchtigkeit können Materialien und Oberflächen belasten. Mit einer regelmässigen, auf das Schuhmaterial abgestimmten Pflege lässt sich die Lebensdauer unterstützen und der Zustand der Schutzfunktionen besser kontrollieren.
Nach dem Einsatz sollten grobe Verschmutzungen und Salzreste entfernt werden. Dazu eignen sich je nach Obermaterial eine weiche Bürste oder ein feuchtes Tuch. Aggressive Reinigungsmittel und ungeeignete Bürsten können das Material beschädigen und sollten vermieden werden.
Auch das richtige Trocknen ist wichtig. Sicherheitsschuhe sollten an einem gut belüfteten Ort entsprechend den Herstellerangaben trocknen. Direkte starke Hitze, beispielsweise auf einem Heizkörper, kann Leder und synthetische Materialien beeinträchtigen. Herausnehmbare Einlegesohlen können, sofern vom Hersteller vorgesehen, zum Trocknen entnommen werden.
Ob eine Imprägnierung sinnvoll ist, hängt vom Obermaterial und der Schuhkonstruktion ab. Verwenden Sie ausschliesslich Pflege- und Imprägniermittel, die für das jeweilige Material geeignet sind und den Herstellerangaben entsprechen.
Kontrollieren Sie ausserdem regelmässig die Laufsohlen. Risse, Ablösungen und stark abgenutzte Profile können die Gebrauchstauglichkeit und den Halt beeinträchtigen. Beschädigte Sicherheitsschuhe müssen beurteilt und bei beeinträchtigter Schutzfunktion ersetzt werden. Eine Reparatur oder Erneuerung von Schutzkomponenten ist nur zulässig, soweit sie vom Hersteller für das jeweilige Modell vorgesehen ist.
Praxistipp: Werden Sicherheitsschuhe täglich bei Schnee und Nässe getragen, kann ein zweites Paar sinnvoll sein. So haben durchnässte Schuhe genügend Zeit, vollständig zu trocknen.
Sicherheitsschuhe für den Winter müssen nicht nur vor mechanischen Gefahren schützen. Auch Kälteisolierung, Witterungsschutz, Atmungsaktivität und Passform entscheiden darüber, ob sie für den täglichen Einsatz geeignet sind.
Achten Sie deshalb bei der Auswahl auf die tatsächlichen Arbeitsbedingungen und nicht ausschliesslich auf ein warmes Innenfutter. Ein sorgfältig ausgewählter und richtig gepflegter Sicherheitsschuh kann wesentlich dazu beitragen, dass Ihre Füsse auch während längerer Wintereinsätze geschützt und möglichst angenehm temperiert bleiben.
Sie sind unsicher, welche Sicherheitsschuhe sich für Ihre Wintereinsätze eignen? Safety-Pro unterstützt Sie gerne bei der Auswahl geeigneter Modelle und der Beurteilung wichtiger Schutzeigenschaften. Kontaktieren Sie uns per E-Mail, über unser Kontaktformular, telefonisch unter 061 831 22 11 oder besuchen Sie uns persönlich vor Ort.